
Baunebenkosten werden gern unterschätzt, beanspruchen jedoch einen beträchtlichen Anteil am Budget. Welche Positionen dazuzählen und wie hoch sie ausfallen können.
Wer das Budget für seinen Bungalow zusammenstellt, hat zunächst Grundstück und Haus vor Augen. Die Baunebenkosten rücken dabei schnell in den Hintergrund – dabei können sie 15 bis 20 Prozent der reinen Baukosten erreichen. Bei einem Vorhaben von 350.000 € kommen so rasch zusätzliche 50.000 bis 70.000 € zusammen. Wer diese Positionen nicht berücksichtigt, läuft Gefahr, eine Lücke in der Finanzierung zu erzeugen.
Zu den Baunebenkosten zählen sämtliche Ausgaben, die rund um das Bauprojekt anfallen, aber nicht Teil des reinen Hauspreises sind. Grob lassen sie sich in Erwerbsnebenkosten, Erschließung, Bauwerkskosten am Grundstück und Außenanlagen unterteilen.
| Posten | Typischer Richtwert |
|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 3,5–6,5 % des Grundstückspreises |
| Notar und Grundbuch | 1,5–2 % des Kaufpreises |
| Maklerprovision (falls anfällt) | 3,57–7,14 % des Kaufpreises |
| Erschließung und Hausanschlüsse | 8.000–20.000 € |
| Bodenplatte oder Keller | 20.000–60.000 € |
| Baugenehmigung und Vermessung | 2.000–6.000 € |
| Außenanlagen und Terrasse | 10.000–30.000 € |
Sämtliche Werte verstehen sich als unverbindliche Richtwerte und ersetzen kein individuelles Angebot. Die Höhe der Grunderwerbsteuer richtet sich nach dem jeweiligen Bundesland. Eine präzisere Kalkulation für Ihren Bungalow ermöglicht der Kostenrechner.
Beim Kauf des Grundstücks fallen Grunderwerbsteuer sowie Notar- und Grundbuchkosten an, gegebenenfalls zusätzlich eine Maklerprovision. Diese Ausgaben müssen meist aus Eigenkapital gedeckt werden, da Banken sie nur selten mitfinanzieren. Wer hier zu knapp rechnet, gerät schnell in Bedrängnis. Tipps zur Grundstückssuche finden Sie im Beitrag zum passenden Grundstück.
Bevor ein Grundstück bebaut werden darf, müssen Anschlüsse für Wasser, Abwasser, Strom sowie gegebenenfalls Gas und Telekommunikation bereitstehen. Bei noch nicht erschlossenen Grundstücken können hohe Kosten entstehen. Deshalb sollten Sie den Erschließungsstatus unbedingt vor dem Kauf prüfen.
Ein Bodengutachten gibt Aufschluss über die Tragfähigkeit des Untergrunds und über mögliche Risiken wie Grundwasser oder Altlasten. Es schlägt vergleichsweise gering zu Buche, kann jedoch teure Überraschungen ersparen. Je nach Baugrund unterscheiden sich die Kosten für Gründung und Bodenplatte erheblich.
Legen Sie frühzeitig eine vollständige Kostenaufstellung an, die alle Nebenkosten enthält. Holen Sie für größere Positionen konkrete Angebote ein, statt mit Pauschalen zu arbeiten. Kalkulieren Sie außerdem einen Puffer von rund 5 bis 10 Prozent für Unvorhergesehenes ein. Wie sich die Baunebenkosten in die Gesamtfinanzierung des Bungalows einfügen, erläutert die Seite zur Finanzierung.
Baunebenkosten sind alles andere als eine Randerscheinung – sie stellen einen erheblichen Budgetfaktor dar. Mit 15 bis 20 Prozent der Baukosten prägen sie die Finanzierung spürbar. Wer Erwerbsnebenkosten, Erschließung, Gründung, Genehmigungen und Außenanlagen von Beginn an realistisch ansetzt und einen Puffer einplant, stellt seinen Bungalow auf ein solides finanzielles Fundament.
Baunebenkosten belaufen sich in der Regel auf 15 bis 20 Prozent der reinen Baukosten. Dazu gehören Grunderwerbsteuer, Notar, Erschließung, Bodenplatte, Genehmigungen und Außenanlagen. Es handelt sich um unverbindliche Orientierungswerte.
Erwerbsnebenkosten wie Grunderwerbsteuer und Notar finanzieren Banken nur selten mit, sie sollten daher aus Eigenkapital stammen. Andere Nebenkosten lassen sich je nach Bank durchaus in die Finanzierung einbinden.
Je nach Bundesland bewegt sich die Grunderwerbsteuer zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Grundstückspreises. Der konkrete Satz wird vom jeweiligen Bundesland festgelegt.
Ein Bodengutachten ist sehr zu empfehlen. Es klärt die Tragfähigkeit des Untergrunds sowie Risiken wie Grundwasser oder Altlasten und bewahrt Sie unter Umständen vor teuren Überraschungen bei der Gründung.
Belastbare, herstellerunabhängige Hinweise zu Baukosten bieten die Verbraucherzentrale sowie der Bundesverband Deutscher Fertigbau. So gleichen Sie die Angaben in diesem Ratgeber mit offiziellen, herstellerunabhängigen Quellen ab, bevor Sie Entscheidungen treffen. Einen neutralen Marktüberblick liefert zusätzlich unser Anbieter-Vergleich.
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